Die deutsche Nationalmannschaft ist nicht nur mit einem deutlichen und verdienten Sieg in die WM gestartet, sie hat zugleich ein eindeutiges Signal an alle anderen Favoriten und Mitfavoriten des Turniers gesendet: Am Abend gewann die DFB-Auswahl mit 4:0 (2:0) gegen Australien und hat damit bei dieser bisher torarmen WM für Aufsehen gesorgt. Lukas Podolski und Miroslav Klose trafen vor der Pause, Thomas Müller und Cacau erhöhten nach dem Seitenwechsel.
Morgen schlägt für die deutsche Nationalmannschaft die Stunde der Wahrheit. Auch Oliver Bierhoff, der Manager des Teams, benutzte diesen Ausdruck, als er sich heute zum WM-Auftakt der DFB-Auswahl am Sonntag (ab 20.30 Uhr, live im ZDF und auf Sky) äußerte. "Jetzt müssen die Spieler die Leistung auf den Punkt abrufen", sagte Bierhoff und fügte hinzu: "Sie haben aber die Klasse, das gegen Australien zu tun."
Am Donnerstag feierte die DFB-Elf eine gelungene Generalprobe für die WM in Südafrika. Das Team besiegte Bosnien-Herzegowina trotz eines frühen Rückstandes mit 3:1, weil Philipp Lahm nach der Pause ausglich und Bastian Schweinsteiger anschließend zwei Elfmeter verwandelte. "Dass wir in der zweiten Halbzeit nach drei Wochen Vorbereitung noch einen Zahn zulegen konnten, war klasse", sagte Bundestrainer Joachim Löw. "Wir haben sehr viele Chancen gehabt, deshalb denke ich, dass der Sieg verdient ist."
Am morgigen Donnerstag bestreitet die deutsche Nationalmannschaft das
letzte Länderspiel vor der WM-Endrunde in Südafrika. In Frankfurt
trifft die DFB-Auswahl auf Bosnien-Herzegowina, das in der
Qualifikation nur knapp scheiterte: Die Bosnier ließen in ihrer Gruppe
so starke Teams wie die Türkei und Belgien hinter sich, verloren dann
aber in den Playoffs gegen Portugal. Das Spiel wird also ein echter
Härtetest für Deutschland, deswegen kündigte Bundestrainer Joachim Löw
auch schon an, seine WM-Formation zu testen. "Die Struktur der
Mannschaft wird man sehen", sagte er.
Weniger als zwei Wochen vor dem Beginn der WM in Südafrika kam die deutsche Nationalelf am Samstag zu einem nie gefährdeten 3:0-Sieg in Budapest gegen Ungarn. Lukas Podolski verwandelte früh einen Elfmeter, nach dem Seitenwechsel markierten Cacau und Mario Gomez die weiteren Treffer.
Am morgigen Samstag bestreitet die Nationalelf ihr vorletztes offizielles Testspiel vor dem Beginn der WM in Südafrika. Aber wenn das Team in Budapest auf den Gastgeber Ungarn trifft, geht es nicht allein darum, sich für die Titelkämpfe am Kap einzuspielen. Es geht auch darum, eine nicht besonders beeindruckende Bilanz endlich ins Positive zu wenden.
Die Leser des Fachmagazins "kicker" haben Bastian Schweinsteiger zum "Fußballer des Monats Mai" gewählt. Bastian kam auf 49,4 Prozent der Stimmen und lag am Ende deutlich vor seinen Teamkollegen Arjen Robben und Philipp Lahm. Die Abstimmung wird neben dem "kicker" auch von Sport1 und der DFL organisiert. Bastian hat die Wahl, die es seit August 2003 gibt, zum ersten Mal gewonnen. Zudem ist er erst der vierte Spieler der Bayern, der zum Profi des Monats gekürt wurde.
Dem FC Bayern blieb die komplette Krönung verwehrt - die Roten verloren das Finale der Champions League in Madrid mit 0:2 gegen Inter Mailand. Dennoch feierten die zahlreichen Bayern-Fans im Bernabéu-Stadion ihr Team nach dem Abpfiff. "Wir können uns hier erhobenen Hauptes aus Madrid verabschieden", sagte Karl-Heinz Rummenigge und blickte sofort voraus: "Jetzt werden wir daran arbeiten, wie auch damals nach der Niederlage 1999, dass wir in den nächsten zwei Jahren diese Champions League eben doch noch gewinnen."
Vor etwas weniger als zwei Jahren verlor der FC Bayern mal durch eine 0:1-Niederlage gegen Inter Mailand einen Pokal. Das konnten die Roten damals allerdings gut verschmerzen, denn es handelte sich um das Saisoneröffnungsspiel, bei dem der so genannte Franz-Beckenbauer-Cup vergeben wird. Bei allem Respekt vor dem Kaiser: Morgen kämpfen die beiden Teams in Madrid um eine etwas wertvollere Trophäe. Und niemand hätte etwas dagegen, sollte auf die missglückte Generalprobe vom August 2008 am Samstag eine gelungene Premiere folgen.
Teil zwei des so erhofften "Triples" ist perfekt: Am Abend gewann der FC Bayern das Finale um den DFB-Pokal in dieser Höhe zwar überraschend, aber verdient deutlich mit 4:0 (1:0). Die Treffer erzielten Arjen Robben per Elfmeter, Ivica Olić, Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger.
"Ich denke, bei allem Respekt für die sehr gute Saison von Schalke 04, dass im Pokalendspiel die beiden Bundesligaklubs mit der derzeit besten spielerischen Qualität aufeinandertreffen", sagt DFB-Präsident Theo Zwanziger vor dem Cup-Finale am Samstag zwischen den Bayern und Werder Bremen. Und er erwartet nicht nur ein qualitativ hochstehendes Spiel, sondern auch ein spannendes: "Der Ausgang ist meiner Meinung nach völlig offen. Bremen und München haben sich auch in der Bundesliga selten was geschenkt", sagt Zwanziger.
Zum Abschluss der Saison haben die Bayern durch ein 3:1 bei Hertha BSC Berlin ihren 20. Sieg eingefahren und beenden die Spielzeit mit letztlich deutlichen fünf Punkten Vorsprung auf Platz zwei. Ivica Olić schoss das erste Tor, Arjen Robben steuerte einen Doppelpack bei - und Trainer Louis van Gaal bekam nach dem Abpfiff die verdiente Bierdusche.
Um solche Sorgen beneiden andere Klubs derzeit die Bayern: Vor dem letzten Bundesligaspiel der Saison bei der Hertha ging es in München hauptsächlich um die Frage, ob Trainer Louis van Gaal nach dem Abpfiff mit einer Bierdusche zu rechnen hat. "Ich habe zu meinen Spielern gesagt, dass ich das nicht liebe", erklärt der Holländer auf der offiziellen Vereinshomepage. Und einer Nachrichtenagentur sagte er: "Ich nehme keinen zweiten Anzug mit nach Berlin. Wenn ich das tun würde, würde ich die Spieler zu Bierduschen einladen."
Keine Überraschung: Bundestrainer Joachim Löw hat Bastian Schweinsteiger in seinen erweiterten WM-Kader berufen. Das gab Löw heute auf einer Pressekonferenz bekannt. Neben Schweinsteiger gehören auch seine Teamkollegen Jörg Butt, Holger Badstuber, Philipp Lahm, Mario Gomez, Miroslav Klose und Thomas Müller zum Aufgebot.
Die Roten haben ihr letztes Heimspiel der Saison souverän mit 3:1 gegen den VfL Bochum gewonnen und damit zugleich die Meisterschaft so gut wie sicher gemacht, denn Schalke unterlag zeitgleich Werder Bremen. "Ich freue mich im Stillen", sagte ein lächelnder, aber ruhiger Trainer Louis van Gaal. "Ich denke, dass wir es verdient haben, weil wir den schönsten Fußball gezeigt haben. Ich bin froh, wenn meine Spieler froh sind."