Name
Passwort
Skin:  White     Black     BiFi

SlideshowHeader

Alternative content

Get Adobe Flash player

22.06.10 | Zuversicht vor "zusätzlichem K.-o.-Spiel"
Joachim Löw zeigt sich optimistisch.
Zwar wollte die deutsche Mannschaft es nach Möglichkeit vermeiden, im letzten WM-Gruppenspiel unter Zugzwang zu stehen, doch da dieser Fall nun einmal eingetreten ist, nimmt die DFB-Auswahl die Aufgabe an. "Wir müssen und wollen das Spiel gewinnen - und so werden wir auch auftreten", sagt Bundestrainer Joachim Löw vor der Partie gegen Ghana am Mittwoch. Und auch dem Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl, in Südafrika als TV-Experte im Einsatz, ist vor dem morgigen Spiel nicht bang. "Wir sind doch davon ausgegangen, dass wir K.-o.-Spiele haben werden", sagt er. "Jetzt haben eben eines mehr. Das ist alles."

Und so ein richtiges K.-o.-Spiel, ein echtes Alles-oder-nichts-Duell ist die Begegnung zwischen Deutschland und Ghana ja eigentlich auch gar nicht. Denn es könnte sogar der Fall eintreten, dass die deutsche Elf nur unentschieden spielt und dennoch weiterkommt. (Falls nämlich Serbien nicht gegen Australien gewinnt.) Doch auf Rechenspiele kann und will sich niemand im Lager der Adlerträger einlassen. "Ghana kann mit einem Punkt sehr gut leben, dementsprechend werden sie ihre Mannschaft ausrichten", sagt Löw, der daher davon ausgeht, das Spiel machen und angreifen zu müssen. Das aber ist ja ohnehin die bevorzugte Spielanlage der deutschen Elf.

So wird sich am System nichts ändern - dafür aber am Personal. Diese Aussage kann man heute schon treffen, denn durch Miroslav Kloses Platzverweis gegen Serbien wird Löw gezwungen sein, wenigstens im Sturm umzustellen. Im Detail äußerte sich noch niemand aus dem Trainerteam zu den möglichen Veränderungen, so darf weiterhin munter spekuliert werden, welcher Angreifer Klose ersetzt. Die Tabellensituation verbietet jedenfalls jedes Taktieren, was bedeutet, dass Löw keinen der Spieler schonen kann, die bereits verwarnt wurden und bei einer weiteren Gelben Karte ein Spiel aussetzen müssten. (Diese fünf sind Philipp Lahm, Sami Khedira, Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil und Cacau.)

Andererseits: Wer weiß, ob die aktuelle Situation nicht auch ihr Gutes hat? Schließlich hat man es bei Turnieren ja schon oft erlebt, dass Mannschaften, die vorzeitig qualifiziert waren, im letzten Gruppenspiel eine B-Elf auflaufen ließen - und danach nicht mehr zurück zur alten Form fanden. Deutschland hingegen muss Spannung und Konzentration hochhalten. Und erst bei der EM 2008 hat man sehen können, dass eine Niederlage im zweiten Spiel die DFB-Elf weder lähmt noch verunsichert.

Aus all diesen Gründen geht Deutschland optimistisch in das erst zweite Spiel überhaupt gegen Ghana. (Das erste wurde vor 17 Jahren gleich mit 6:1 gewonnen. "Wir werden ins Achtelfinale kommen", sagt Cacau. "Diese Zuversicht ist nicht nur bei mir da." Schließlich will die deutschen Mannschaft, zumindest in diesem speziellen Fall, keine Geschichte schreiben: Bisher ist die DFB-Auswahl noch nie in der Vorrunde einer WM ausgeschieden. Und das soll sich morgen ab 20.30 Uhr nicht ändern.
ImpressumKontaktNutzungsbedingungen