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04.05.08 | Die Woche der Pokale
Das Webteam hat nachgeforscht und kann aufklären: Es war Lucio!
Zuerst einmal vielen Dank für die zahlreichen Glückwünsche zum Pokalsieg, die ihr im Gästebuch hinterlassen habt. "Dani" möchte wissen, wie schwer der "Pott" ist, und schreibt, dass er irgendwie leicht aussieht. Das ist er aber nicht. Ich habe keine Ahnung, wie viele Kilogramm er wiegt, aber wenn man ihn mit einer Hand hochheben will, tut man sich schon schwer. Na ja, aber beim FC Bayern hat man ja Übung darin ...

Aber obwohl wir wichtige Partien und Endspiele gewohnt sind, ist es doch immer etwas Besonderes, in Berlin anzutreten. Die Atmosphäre ist einfach toll. Ich weiß: Das sagt jeder. Aber es stimmt. Diejenigen von euch, die im Stadion waren, werden mir Recht geben. Es ist allein schon beeindruckend, wenn man einläuft und sieht, dass das ganze Stadion farblich geteilt ist: Rot und Weiß auf der einen Seite, Gelb und Schwarz auf der anderen.

Außerdem wussten wir, dass es für Ottmar Hitzfeld und Oliver Kahn das letzte Finale in Berlin war. Während des Spiels denkt man natürlich nicht an so etwas, aber im Vorfeld haben wir schon darüber gesprochen. Deswegen freut es mich, dass wir das Spiel gewonnen haben und dass Oliver so stark gehalten hat. Wenn er diesen Schuss von Kringe in der Verlängerung nicht so toll rausgeholt hätte ... vielleicht hätten wir dann verloren. (Aber vielleicht wäre Olli dann am Ende noch mit nach vorne gekommen und hätte den Ausgleich gemacht?)

Viele Leute fanden es offenbar überraschend, dass das Spiel so eng war. Aber wir haben mit einem guten Gegner gerechnet. Wir wussten, dass die Dortmunder die große Chance hatten, in einem einzigen Spiel eine ganze Saison vergessen zu machen. Und es war klar, dass sie alles tun würden, um diese Chance zu nutzen. Wir haben gut begonnen, aber ein solches Tempo kann man nicht über 90 oder 120 Minuten durchhalten, und so kamen die Dortmunder besser ins Spiel. Und nach der Pause haben sie bei ihren vielen langen Bällen auch ihre Kopfballstärke unter Beweis gestellt. Doch obwohl sie so drückten, fiel das 1:1 aus unserer Sicht sehr unglücklich. Dafür hatten wir dann beim Siegtor etwas Dusel.

Jemand wollte wissen, ob mir Franck Ribéry nach dem Spiel Bier über den Kopf gegossen hat. Also, ich wurde zwar geduscht, aber ich glaube, es war Lucio. Oder der Philipp. Auch zur Frage nach den Streichen kann ich sagen, dass mir Franck bisher noch keinen gespielt hat. Podolski, Schlaudraff, Van Buyten, Ribéry - das sind die vier, die sich untereinander Streiche spielen. Ich blieb bisher verschont. Und das wird auch in Zukunft so sein. Es sei denn natürlich, einer von ihnen liest das jetzt ...

Aber der DFB-Pokal ist nun schon Vergangenheit, morgen geht es mit dem UEFA-Cup weiter. Es ist für uns sicher ein kleiner Nachteil, dass wir zuerst zu Hause gegen St. Petersburg antreten. Dazu kommt noch, dass die Mannschaft in Deutschland nicht so bekannt ist und jeder einen Sieg erwartet, wie fast immer. Deswegen bin ich ganz froh, dass sie in Leverkusen so deutlich gewonnen haben, denn da hat jeder gesehen, dass das eine starke Mannschaft ist. Und ihr habt ja auch alle gesehen, wie schwierig es gegen Getafe war. Da kommen schnell viele Sachen zusammen: Eine kleine Hölle im Stadion, wo das Publikum das eigene Team super unterstützt, und eine Mannschaft, die gegen große Teams immer stark spielt. Schließlich hatte Getafe schon Real Madrid, Barcelona oder Tottenham besiegt. Wer in einem Wettbewerb so weit kommt, der ist gefährlich. Das galt für Getafe und gilt jetzt auch für St. Petersburg.

Also: Drückt uns die Daumen!

P.S.: Liebe Grüße zurück an dich, Thomas. Du hast im Gästebuch gefragt, ob ich dich noch kenne. Klar! Und es stimmt, dass ich öfter von dir abgeschrieben habe als du von mir.
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