In seiner traditionsreichen "Rangliste des deutschen Fußballs" stuft das Fachmagazin "kicker" Bastian Schweinsteiger in der Rubrik "Weltklasse" ein, und zwar im defensiven Mittelfeld. Er ist der einzige Bundesliga-Spieler, den die Zeitschrift in dieser Rolle auf diesem Level sieht - Mark van Bommel und Sami Khedira werden unter der Rubrik "Internationale Klasse" geführt. Bei der Einstufung von Schweinsteiger, schreibt der "kicker", gab es "buchstäblich keine zwei Meinungen".
Am Dienstag verlängerten die Verantwortlichen der Nationalelf - also Bundestrainer Joachim Löw, Assistenztrainer Hans-Dieter Flick und Manager Oliver Bierhoff - ihre Verträge beim DFB um zwei Jahre, bis zur EM 2012 in Polen und der Ukraine. "Wir sehen viel Potenzial", sagte Löw. "Die Motivation ist extrem hoch, diese Mannschaft weiterzuentwickeln und weiterzuführen." Er fügte an, die Nationalspieler schon informiert zu haben. "Es gab bereits einige Rückmeldungen, von Per Mertesacker, Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger" sagte Löw. "Sie haben gesagt: Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank, dass du weitermachst."
In einem unterhaltsamen, abwechslungsreichen und spannenden Spiel schaffte die deutsche Nationalfelf am Abend einen mehr als versöhnlichen Abschluss einer erfolgreichen WM: Durch Tore von Thomas Müller, Marcell Jansen und Sami Khedira besiegte die DFB-Auswahl im Spiel um Platz 3 Uruguay mit 3:2 (1:1).
Große Ehre für Bastian Schweinsteiger: Er ist einer der zehn Kandidaten, die von der FIFA für den "Goldenen Ball" nominiert wurden, das ist der Preis für den besten Spieler einer WM. Neben Bastian wurde auch Mesut Özil in den erlesenen Kreis der zehn Top-Leute berufen. Die anderen Nominierten sind: David Villa, Andrés Iniesta und Xavi (Spanien), Wesley Sneijder und Arjen Robben (Niederlande), Diego Forlán (Uruguay), Asamoah Gyan (Ghana) und Lionel Messi (Argentinien).
Der Oberhausener Oktopus Paul ist nicht gerade die beliebteste Krake Deutschlands, nachdem er die Niederlage gegen Spanien im WM-Halbfinale richtig vorhergesagt hat. Dabei ist die Kritik an dem armen Tier ganz unangebracht, schließlich hat Paul ja nur seinen Job gemacht - als Orakel im Aquarium "Sealife". Außerdem: Für das morgige Spiel um Platz drei gegen Uruguay sagte er heute einen deutschen Sieg voraus. Na also, geht doch!
Deutschland ist die Revanche für das EM-Endspiel von 2008 nicht gelungen. Im WM-Halbfinale in Durban unterlag die DFB-Auswahl dem Europameister Spanien knapp, aber durchaus verdient mit 0:1. Das Tor des Tages erzielte Abwehrspieler Carles Puyol nach einem Eckball in der 73. Minute. Spanien trifft nun im Finale auf die Niederlande, während Deutschland am Samstag gegen Uruguay um den dritten Platz spielt. "Die Enttäuschung ist groß. Wir hatten uns viel vorgenommen und das ist uns nicht gelungen", meinte Kapitän Philipp Lahm nach dem Abpfiff.
Vor zwei Jahren verlor die deutsche Mannschaft das EM-Finale mit 0:1 gegen Spanien. Durchaus verdient, denn damals verzauberten die Iberer mit sehenswertem Kombinationsfußball ganz Europa. Zwei Jahre später ist es die Elf mit dem Adler auf der Brust, die mit ihrem Offensivfußball die Fußballwelt begeistert. "Jetzt sind wir auf Augenhöhe", erklärt Joachim Löw vor dem WM-Halbfinale am Mittwoch gegen den amtierenden Europameister selbstbewusst. Die Begründung dafür hat die deutsche Mannschaft bereits in den Spielen zuvor, besonders gegen England und Argentinien, eindrucksvoll geliefert.
Mit dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg eröffnen die Meister der letzten beiden Spielzeiten die neue Bundesliga-Saison. Am 20. August steigt in der Münchner Allianz-Arena das Spitzenspiel des 1. Spieltags, wie die DFL heute auf einer Pressekonferenz bekannt gab. Nach dem attraktiven Heimspiel gegen die Wölfe muss der Rekordmeister am darauffolgenden Wochenende beim Aufsteiger Kaiserslautern am Betzenberg antreten.
Das Märchen wird fortgesetzt! Die deutsche Nationalelf schreibt bei der WM in Südafrika weiterhin mit jedem Auftritt Geschichte: Nur sechs Tage nach dem höchsten Sieg aller Zeiten gegen England schoss die DFB-Auswahl auch gegen Argentinien vier Treffer und gewann das Viertelfinale mit dem schier unglaublichen Resultat von 4:0. Thomas Müller köpfte früh die Führung, bevor Miroslav Klose doppelt traf und Arne Friedrich seinen ersten Treffer im Nationaltrikot erzielte.
Am Samstag trifft die DFB-Elf um 16 Uhr in Kapstadt auf Argentinien. Wie schon vor vier Jahren bei der WM in Deutschland geht es gegen die Albiceleste um den Einzug ins WM-Halbfinale. Damals triumphierte Mannschaft mit dem Adler auf der Brust, dieses Mal fordert Diego Maradona "eine Revanche für 2006".
"Das war schon imponierend", lobte Bundestrainer Joachim Löw seine Elf nach dem sensationellen 4:1-Achtelfinaltriumph über England. Für das Team von Fabio Capello kam es im Klassiker knüppeldick: Das Mutterland des Fußballs erlebte nicht nur seine höchste WM-Niederlage überhaupt, sondern auch die bittere Revanche für Wembley '66. Bastian Schweinsteiger spielte trotz dreitägiger Trainingsabstinenz von Beginn an und war wie gewohnt ein wichtiger Eckpfeiler im Spiel der deutschen Mannschaft. Außerdem lieferte er die Vorarbeit zum 3:1.
Die junge deutsche Mannschaft hat die Nervenprobe bestanden und steht im Achtelfinale der WM: Durch ein wunderbares Tor von Mesut Özil besiegte das Team am Abend Ghana mit 1:0 und trifft nun am Sonntag auf den alten Rivalen England. "Es waren Situationen dabei, wo wir Glück hatten", sagte Kapitän Philipp Lahm. "Es war ein enormer Druck da, aber die Mannschaft hat ihm standgehalten."
Zwar wollte die deutsche Mannschaft es nach Möglichkeit vermeiden, im letzten WM-Gruppenspiel unter Zugzwang zu stehen, doch da dieser Fall nun einmal eingetreten ist, nimmt die DFB-Auswahl die Aufgabe an. "Wir müssen und wollen das Spiel gewinnen - und so werden wir auch auftreten", sagt Bundestrainer Joachim Löw vor der Partie gegen Ghana am Mittwoch. Und auch dem Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl, in Südafrika als TV-Experte im Einsatz, ist vor dem morgigen Spiel nicht bang. "Wir sind doch davon ausgegangen, dass wir K.-o.-Spiele haben werden", sagt er. "Jetzt haben eben eines mehr. Das ist alles."
Am heutigen Nachmittag musste die deutsche Mannschaft auf ihrem Weg ins WM-Achtelfinale einen Rückschlag hinnehmen: In Port Elizabeth unterlag die DFB-Auswahl der Elf aus Serbien mit 0:1 und brachte damit den Einzug in die nächste Runde in Gefahr. Ein Treffer von Milan Jovanovic in der 38. Minute entschied die Partie. Kurz vor diesem Tor war Miroslav Klose des Feldes verwiesen worden, doch auch in Unterzahl war Deutschland nicht chancenlos, aber nach einer Stunde hielt Serbiens Torwart Vladimir Stojkovic einen von Lukas Podolski geschossenen Handelfmeter und rettete seinem Team so den Sieg.
Trotz Vuvuzelas, Defensivfußball und Kälteeinbruch in Südafrika: Unter den deutschen Fans ist nach dem tollen Auftaktspiel der DFB-Elf endgültig das WM-Fieber ausgebrochen. Für so manchen Anhänger hat sich die Woche sicher wie Kaugummi hingezogen, mit solcher Spannung und Vorfreude erwartet das Land den nächsten Auftritt seiner Mannschaft. Morgen ist es nun endlich so weit - zu einer ungewohnten Anstoßzeit, dafür aber gegen alte Bekannte.